Bogenschießen für Einsteiger: Techniktipps

Der Umgang mit einem Pfeilbogen sieht bei Profis einfach aus. Allerdings üben sie auch schon lange. Mit einigen Tipps kannst auch Du deine Technik im Bogenschießen verbessern.

Die richtige Schusstechnik:

Der Umgang mit einem Pfeilbogen geschieht mit der richtigen Technik nur etwa 10 % körperlich. Zu 90 % passiert er mental. Für weniger gute Bogenschützen ist der Körper aber wichtiger. Hier gibt es meist Fehler, die zu verbessern sind.

Der richtige Stand:

Alle guten Bogenschützen müssen gut und fest stehen. Für eine gute Haltung platziere Deine Füße in einem Abstand in der Breite Deiner Schultern. Verteile dabei Dein Körpergewicht gleichmäßig auf den Mittelfuß und die Fußballen. In welche Richtung Deine Füße zeigen, ist nicht so wichtig. Bedeutsamer ist, dass Du auf einem festen Untergrund stehst. Schließen nun deine Augen. Spanne nun den Pfeilbogen. Wenn Du noch nicht bequem stehst, dann verbessere Deine Haltung. Öffne die Augen. Merke Dir die Position Deiner Füße und die Ausrichtung Deines Bogens. Leg den Pfeil auf. Die Spitze muss auf das Ziel zeigen. Im Winkel von 90° steht am besten das Pfeilende zu Deinem hinteren Schuh.

Der richtige Bogengriff:

Zum Halten eines Bogens gibt es viele Arten. Mit einer Weise wird jedoch verhindert, dass sich der Pfeil verdreht. Betrachte hierfür die Hand als Armverlängerung und halte sie gerade. Der Druckpunkt liegt damit genau auf dem Handballen, also zwischen Zeigefinger und Daumen. Achte darauf, dass der Bogen sich in Deiner Hand liegt und Du Deine Hand trotzdem nicht verkrampfst.

Bogenarm richtig halten:

Oft benutzen Bogenschützen zum Bogenschießen die falschen Muskeln. Besonders ein Fehler ist es, den Deltamuskel, Schultermuskel, zu gebrauchen. Deswegen: Senke Deine Schulterhaltung und Du entlastest Deinen Schultermuskel. Das führt zu einem geringeren Zittern.

Sobald Du die richtige Schulterhaltung eingenommen hast, nimmst Du Deinen Arm aus der Streckung heraus. Mit einer kleinen Beuge belastest Du den Ellenbogen weniger. Damit wirst Du selbst in Jahren keine Beschwerden bekommen. Durch die leichte Beuge kontrollierst Du zudem den Schuss besser.

Die richtige Auszugslänge und Ankerposition:

Für ein gutes Bogenschießen bedarf es die richtige Auszugslänge. Diese ist mit der entsprechenden Technik verbunden. Wichtig ist ebenso die Ankerposition. Sie ermöglicht es, dass der Pfeil ohne abgehen der Sehne fliegen kann.

Das richtige Zuggewicht:

Es ist wichtig, dass Du ein Zuggewicht schießt, mit welchem Du die richtige Technik während des Bogenschießens umsetzten kannst. Immerhin ist es wichtig, den Pfeilbogen erst einmal richtig zu halten. Darum bringt ein hohes Zuggewicht Dir nichts, wenn Du nicht damit umgehen kannst.

Wähle den richtigen Bogen:

Zuggewicht und Bogenwahl gehören zusammen. Manche Bogenarten besitzen verschiedene Zuggewichte. Dies muss nicht bedeuten, dass ein Bogen mit wenig Zuggewicht einfacher zu handhaben ist. Auch in Bogen mit mehr Gewicht kann leicht zu kontrollieren sein. Es kommt auf den Mechanismus an.

Außerdem ist für Anfänger ein Compoundbogen beim Auszug hilfreich. Sein Zuggewicht ist im Durchschnitt mehr wie bei einem Landbogen. Je nachdem, was Du willst, kann der eine oder der andere besser sein.

Spinewert eines Pfeils:

Für einen richtig guten Pfeilflug richtet sich am besten der Pfeil nach dem Abschuss baldmöglichst selber aus. Dabei ist der Spinewert wichtig. Er bestimmt, wie durchbiegefähig ein Pfeil ist. Seine Wahl hängt mit dem Zuggewicht des Bogens zusammen. Genauso ist das Gewicht des Pfeilmaterials wichtig. Im Fachgeschäft oder beim Trainer wirst Du beraten.

Richtiger Pfeilflug:

Bei einem nicht normalen Verhalten des Pfeils im Flug muss der Grund erkannt werden. Vielleicht gibt es ein Restabstandsproblem oder ein Fletching?

Keine Leeschüsse:

Schieße mit dem Pfeilbogen nie ohne Pfeil. Immerhin wird die Sehnenspannung auf den Pfeil übermittelt. Ohne Pfeil entlädt sie sich im Bogen. Das kann den Bogen kaputtmachen.

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