Deutschland: Leitlinien zur Forschungszulage, die als FuE-Steueranreiz gew├Ąhrt wird

Leitlinien f├╝r die Gew├Ąhrung eines Forschungszulage – ein steuerlicher Anreiz f├╝r Forschung und Entwicklung

Deutschland hat ein Forschungszulage programm, das steuerliche Anreize f├╝r Unternehmen bietet, die Forschungs- und Entwicklungsaktivit├Ąten (F&E) durchf├╝hren. Der Forschungsfreibetrag kann von Unternehmen jeder Gr├Â├če und Branche in Anspruch genommen werden.

Um den Forschungsfreibetrag in Anspruch nehmen zu k├Ânnen, m├╝ssen die Unternehmen eine staatliche F├Ârderung f├╝r ihre Forschungsaktivit├Ąten beantragen. Die Forschungszulage wird als Prozentsatz der FuE-Ausgaben des Unternehmens bis zu einem H├Âchstbetrag gew├Ąhrt.

Der bescheinigungsstelle forschungszulage ist ein separates Programm, das Steueranreize f├╝r Unternehmen bietet, die zertifizierte Forschungs- und Entwicklungsaktivit├Ąten durchf├╝hren. Um den Forschungsfreibetrag f├╝r Zertifizierungsstellen in Anspruch nehmen zu k├Ânnen, m├╝ssen Unternehmen ihre zertifizierten Forschungs- und Entwicklungst├Ątigkeiten mit einer zertifizierten Forschungseinrichtung durchf├╝hren.

├ťberblick ├╝ber die Forschungszulage

– Unternehmen jeder Gr├Â├če und Branche, die in Deutschland steuerpflichtig sind (sowohl gebietsfremde als auch gebietsans├Ąssige Unternehmen), k├Ânnen f├╝r ihre Forschungsaktivit├Ąten eine staatliche F├Ârderung beantragen.

– Gef├Ârdert werden k├Ânnen Forschungsaktivit├Ąten, die nach dem 1. Januar 2020 begonnen haben. Projekte in den Bereichen Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung werden bevorzugt behandelt.

– Die Forschungspr├Ąmie richtet sich in der Regel nach den Geh├Ąltern der am F&E-Projekt beteiligten wissenschaftlichen Mitarbeiter und ihrem Anteil an der Arbeitszeit f├╝r das Projekt. Anschlie├čend wird ein (nicht steuerpflichtiger) Forschungsfreibetrag in H├Âhe von 25 % dieser Bemessungsgrundlage gezahlt, der auf 500.000 ÔéČ pro Haushaltsjahr begrenzt ist (1 Million ÔéČ pro Haushaltsjahr zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 30. Juni 2026). Bei verbundenen Unternehmen wird der H├Âchstbetrag nur einmal pro Haushaltsjahr gew├Ąhrt.

– Der Forschungsfreibetrag wird nicht nur Unternehmen gew├Ąhrt, die selbst forschen, sondern auch solchen, die einen Dritten damit beauftragen, f├╝r sie zu forschen – beispielsweise ein anderes Unternehmen, eine Universit├Ąt oder eine Forschungseinrichtung mit Sitz in der EU oder dem EWR.

– Erstattungsf├Ąhig sind Ausgaben f├╝r Auftragsforschung, die 60 % der vom Auftraggeber an den Auftragnehmer gezahlten Verg├╝tung ausmachen. Im Falle der Auftragsforschung erh├Ąlt jedoch der Auftraggeber die Forschungszulage, nicht das Unternehmen, das die Forschung durchf├╝hrt. Dies kann insbesondere bei Inbound-Strukturen, bei denen ein inl├Ąndisches Unternehmen von einer ausl├Ąndischen Tochtergesellschaft mit der Durchf├╝hrung von FuE-Aktivit├Ąten beauftragt wird, dazu f├╝hren, dass der Konzern die Forschungszulage nicht erh├Ąlt.

BMF-Position zum Forschungsfreibetrag

Laut BMF ist die Auftragsvergabe zwischen verbundenen Unternehmen nicht zwangsl├Ąufig dadurch gekennzeichnet, dass ein verbundenes Unternehmen die FuE-T├Ątigkeit auf der Grundlage der ├╝blicherweise zwischen Dritten getroffenen vertraglichen Vereinbarungen durchf├╝hrt. F├╝r die erbrachten Leistungen wird typischerweise nicht immer ein Honorar vereinbart. Vielmehr erh├Ąlt das forschende Unternehmen in der Regel eine Kostenerstattung zuz├╝glich eines prozentualen Gewinnaufschlags, unabh├Ąngig vom Erfolg der FuE-T├Ątigkeit.

Vor diesem Hintergrund hat das BMF verschiedene Kriterien aufgestellt, die bei kumulativer Erf├╝llung zwischen verbundenen Unternehmen zur Annahme von Auftragsforschung f├╝hren. Sind nicht alle Kriterien erf├╝llt, ist eine Eigenforschung des “auftraggebenden” Unternehmens anzunehmen. Bei solchen Inbound-Strukturen k├Ânnte das inl├Ąndische Unternehmen selbst die Forschungszulage beantragen.
F├╝r die Beantragung und Gew├Ąhrung der Forschungspr├Ąmie gilt ein zweistufiges Verfahren:

– Um den Forschungsfreibetrag zu erhalten, muss zun├Ąchst eine Bescheinigung beantragt werden, aus der hervorgeht, dass es sich um ein f├Ârderf├Ąhiges FuE-Projekt handelt.
– Anschlie├čend wird ein Antrag auf Festsetzung des Forschungszulage beim Finanzamt eingereicht. Die Forschungsaktivit├Ąten und die aufgewendete Zeit m├╝ssen als Nachweis dokumentiert werden. Die Dokumentation der Auftragsforschung ist aus den ausgestellten Rechnungen und den betreffenden Vertr├Ągen ersichtlich.

Der Forschungsfreibetrag wird dann im Rahmen der n├Ąchsten Steuerveranlagung von der veranlagten Steuer abgezogen oder im Falle eines Verlustes ausgezahlt.